Umbau Innen so lange hält dein haus

So lange hält dein Haus

Du hast viel Zeit und Geld in deine Immobilie investiert und freust dich, dass alles fertig ist. Soweit so gut. Das Gebäude wird in Betrieb genommen und funktioniert über viele Jahre ohne Probleme. Ganz sicher kommt irgendwann der Tag, an dem etwas kaputt geht. Wenn die Heizung streikt oder das Dach undicht wird, muss das sofort instand gesetzt werden, das ist klar. Durch regelmäßige Wartung lassen sich Überraschungen vermeiden. Dies betrifft insbesondere haustechnische Anlagen. Aber auch bei Fassaden und andere Bauteilen kann regelmäßige Wartung Schäden vorbeugen. Wird Wartung, Instandhaltung und Reparatur vernachlässigt, verliert eine Immobilie an Wert und letztlich an Funktionsfähigkeit. Instandhaltung und Instandsetzung verlängern außerdem die Lebensdauer. Wie lange hält ein Haus im Durchschnitt? Wie lange hält ein Dach? Was ist die Lebensdauer von Gebäuden? Solche Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten, denn jedes Objekt hat seine Besonderheiten. in diesem Artikel gehen wir von einem Neubau in massivbauweise aus, d.h. die Außenwände und Decken sind aus Beton/Stein.

Rücklagen – So lange hält dein Haus

Faustregel: Für Instandhaltung und Reparatur solltest du pro Jahr 20 €/m² zurücklegen. Für ein normales Wohngebäude mit 120m² sind das rd. 2500 €. So kommen theoretisch in 30 Jahren rund 75.000 € zusammen. Wieso 30 Jahre? Nun, das liegt daran, dass erfahrungsgemäß alle 30 Jahre umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt werden – besonders im Innenraum, weil sich die Anforderungen der Nutzer im Laufe der Jahre verändern. So bleiben Innenwände ca. 30 Jahre bestehen. Außenwände haben einen längeren Lebenszyklus, der bei ca. 80 Jahren liegt. Je nach Art und Nutzung des Gebäudes (Wohngebäude, Büro, Gewerbe usw.) variiert diese Zeitspanne. Hat die Fassade allerdings eine WDVS Wärmedämmung, dann stehen leider schon nach 30-50 Jahren größere Sanierungen an. Das wirft Fragen auf, die im üblichen CO2-Diskurs nicht gerne gehört werden.

CO2 sparen durch Dämmung?

Baudenkmäler belegen, dass Häuser theoretisch „unendlich“ lange halten, wenn man sie pflegt und wartet. Lagerhallen und Fabrikgebäude haben eine Nutzungsdauer von 60 Jahren, Geschäftshäuser werden mit 80 Jahren veranschlagt und im Wohnungsbau wird mit 100 Jahren kalkuliert. Nicht massive Fertighäuser halten hingegen nur 60 Jahre. Alle genannten Werte setzen voraus, dass die Immobilien gewartet werden und selbstverständlich stehen auch während der Nutzungsdauer Sanierungszyklen, bei denen Dächer neu einzudecken sind oder Installationsanlagen getauscht werden müssen. Auf der anderen Seite gibt es auch Baukonstruktionen, die aufgrund ihrer Bauweise geplant nur 20 Jahre nutzbar sind – z.B. ein Carport aus Holz. Eine Sanierung wäre unverhältnismäßig teuer und daher werden solche Anlagen i.d.R. nach Ende der Nutzungsdauer abgerissen.

Baustoffe halten ewig

Verarbeitete Baustoffe halten grundsätzlich ewig, vorausgesetzt, sie werden regelmäßig gewartet und gepflegt. Außenmauern müssen z. B. nach Jahren der Bewitterung neu verfugt werden, Fassadenanstriche erneuert und Stahlbauteile rostfrei gehalten werden. Die Infrastruktur der Gebäudetechnik (Kabel, Leitungen usw.) werden durchschnittlich nach 40 bis 50 Jahren ersetzt.

Die sogenannten Oberflächen von Innenräumen, also Teppiche, Tapeten und Fußböden, werden durchschnittlich nach 15 Jahren ersetzt, weil sich Mode und Geschmack ändern.

Merke: Die technische Lebensdauer von Bauteilen ist meist höher als der tatsächliche Nutzungszeitraum.

Vorsicht beim Hauskauf

Der Sanierungsbedarf einer gebrauchten Immobilie wird oft unterschätzt. Je nach Alter und der durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen kann die Sanierung mit bis zur Hälfte des Kaufpreises zu Buche schlagen. Nur ein erfahrener Bau-Experte kann eine sichere Aussage zum Sanierungsaufwand und den Kosten machen. Wenn du dazu Fragen hast, bitte sprich uns gerne an.

 

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