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Neubau Einfamilienhaus Ratingen

Montage der Doppelwandelemente 6 Wochen nach Baustart! Auf der Baustelle werden die Kellerwände aus vorgefertigten Sandwichelementen (Doppelwänden) gestellt. Diese bestehen aus zwei werkseitig gefertigten Betonschalen mit innenliegender Gitterträger-Bewehrung. Der Zwischenraum wird nach der Fixierung vor Ort mit Ortbeton verfüllt und bildet so eine monolithische, tragende und dichte Wand. Herstellung der vertikalen Verbindungen (Elementstöße): Die einzelnen Sandwichelemente werden Stoß an Stoß gestellt und miteinander verbunden:

  • Zwischen den Elementen wird ein vertikales Dichtband eingelegt, häufig ebenfalls als Quellband ausgeführt.
  • Die Stoßfugen werden zusätzlich mit Fugenmörtel oder Dichtstoffen verschlossen, um das Austreten von Frischbeton zu verhindern.
  • Die innenliegenden Bewehrungen der Elemente greifen über bzw. werden ergänzt, sodass nach dem Betonieren eine durchgehende Tragstruktur entsteht.
  • Während der Montage werden die Elemente mit Schrägstützen ausgerichtet und fixiert, bis sie durch den Betonverbund stabil sind.

Befüllung mit Ortbeton

Nach der vollständigen Montage und Ausrichtung erfolgt das Verfüllen:

  • Der Hohlraum zwischen den beiden Betonschalen wird abschnittsweise mit Ortbeton gefüllt.
  • Die Betonage erfolgt lagenweise, um zu hohen Schalungsdruck zu vermeiden.
  • Durch die Gitterträger ist die notwendige Verbindung zwischen Innen- und Außenschale sowie zum Ortbeton gewährleistet.
  • Eine sorgfältige Verdichtung (z. B. mit Innenrüttler) stellt sicher, dass keine Hohlräume entstehen und die Wand dauerhaft dicht und tragfähig ist.
  • Nach dem Erhärten bildet die Konstruktion eine monolithische, wasserundurchlässige Kellerwand.

Fertigteilwände – an einem Tag montiert

Die Perfekt terminierte Baulogistik mit Mobilkran sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Montage

Fußpunkt (Anschluss Bodenplatte)

Die Montage beginnt auf der vorbereiteten Bodenplatte. Entscheidend ist hier ein sauberer, dichter Anschluss:

  • Auf der Bodenplatte wird im Wandverlauf ein Dichtband (Quellband oder Fugenblech) verlegt.
  • Dieses liegt exakt unter der späteren Wandachse und dient der Abdichtung gegen drückendes Wasser.
  • Zusätzlich werden Justiermörtelstreifen oder Vergussmörtelpunkte gesetzt, um Unebenheiten auszugleichen und die Elemente höhengerecht auszurichten.
  • Die Elemente werden anschließend mit dem Kran versetzt und auf dem vorbereiteten Bett exakt positioniert.
  • Über Anschlussbewehrung (z. B. aus der Bodenplatte herausgeführt) wird der statische Verbund sichergestellt.

Der Fußpunkt ist eine der sensibelsten Stellen in Bezug auf die Dichtheit – sorgfältige Ausführung ist hier entscheidend.

Betonage der Bodenplatte

Die Betonage erfolgt abschnittsweise und kontinuierlich. Der Beton wird über Pumpe eingebracht und gleichmäßig verteilt. Anschließend wird er mit Innenrüttlern verdichtet, um Lufteinschlüsse zu vermeiden und eine dichte Struktur zu gewährleisten. Die Oberfläche wird abgezogen und geglättet, je nach Anforderung. Während der Betonage ist auf eine gleichmäßige Einbringung zu achten, damit sich die Bewehrung nicht verschiebt und alle Einbauteile lagegerecht bleiben. Nach dem Erhärten entsteht eine tragfähige, ebene und – bei entsprechender Ausführung – wasserundurchlässige Bodenplatte, die die Grundlage für die anschließende Montage der Kellerwände bildet.

Herstellung der Bodenplatte und Bewehrung

Vor der Montage der Sandwichelemente wird die Bodenplatte als tragendes und abdichtendes Fundament hergestellt. Sie bildet die Basis für die späteren Kelleraußenwände und muss sowohl statisch als auch hinsichtlich der Dichtheit sorgfältig ausgeführt werden. Nach dem Aushub der Baugrube wird der Untergrund lagenweise verdichtet. Darauf folgt eine Sauberkeitsschicht aus Magerbeton, die eine ebene und tragfähige Arbeitsfläche schafft. Auf dieser Fläche werden anschließend die notwendigen Abdichtungskomponenten vorbereitet, z. B.:

  • Trennlagen oder Folien
  • ggf. Abdichtungsbahnen (je nach Abdichtungskonzept, z. B. „Weiße Wanne“)

Im Bereich der späteren Wandachsen werden bereits Fugenbänder oder Quellbänder für den Anschluss der aufgehenden Wände eingeplant.

Bewehrung der Bodenplatte

Die Bewehrung wird entsprechend der statischen Vorgaben eingebaut:

  • Es wird eine untere und obere Bewehrungslage aus Bewehrungsstahl verlegt.
  • Abstandshalter („Betonklötze“ oder Kunststoffabstandhalter) stellen die korrekte Betondeckung sicher.
  • Die Matten bzw. Stäbe werden überlappt und miteinander verbunden, um die Kraftübertragung zu gewährleisten.
  • Im Bereich von Wandanschlüssen ragt die Anschlussbewehrung (z. B. Bügel oder Stäbe) aus der Bodenplatte heraus, sodass später ein kraftschlüssiger Verbund mit den Wänden entsteht. Auf dem Foto gut erkennbar: die engmaschige obere Bewehrungslage sowie bereits verlegte Leitungen (z. B. für Entwässerung oder Haustechnik), die in die Bodenplatte integriert werden.

Baugrubenaushub und maßhaltige Herstellung der Baugrube

Vor der Herstellung der Bodenplatte beginnen die Arbeiten mit dem Aushub der Baugrube. Ziel ist es, eine standsichere, trockene und maßgenaue Baugrube herzustellen, die als Grundlage für alle weiteren Arbeiten dient. Nach dem Abstecken des Gebäudes (Schnurgerüst) erfolgt der Aushub in mehreren Schritten:

  • Zunächst wird der Oberboden (Mutterboden) abgetragen und separat gelagert.
  • Anschließend erfolgt der Aushub bis auf die geplante Gründungssohle.
  • Der Aushub wird lagenweise durchgeführt, um die Böschung bzw. die Baugrubensicherung nicht zu gefährden.
  • Je nach Platzverhältnissen wird mit Böschungen oder Verbau gearbeitet (auf dem Foto erkennbar: Verbau mit Holzbohlen).

Parallel dazu werden bereits Leitungen und Durchführungen (z. B. Entwässerung) vorbereitet und in ihrer Lage fixiert.

Wasserhaltung und Baugrund

Gerade bei sandigen Böden ist die Wasserhaltung ein zentrales Thema. Über eine geschlossene Wasserhaltung wird hier anstehendes Grund- oder Schichtenwasser abgesenkt. Ziel ist eine trockene und tragfähige Sohle, damit die nachfolgenden Arbeiten ohne Aufweichung des Bodens erfolgen können. Die finale Herstellung der Baugrube erfordert hohe Genauigkeit:

  • Die Gründungssohle (Planum) wird exakt auf Höhe und Ebenheit hergestellt.
  • Der Untergrund wird ggf. nachverdichtet oder ausgetauscht, falls die Tragfähigkeit nicht ausreicht.
  • Die Abmessungen der Baugrube müssen maßhaltig ausgeführt werden, damit:
    • die Bodenplatte exakt passt
    • die Schalung bzw. Wandelemente korrekt gestellt werden können
  • Toleranzen sind hier eng zu halten, da sich Fehler sonst durch alle folgenden Gewerke fortpflanzen.

Beim Aushub zu beachten 

  • Nicht überaushuben – ein zu tiefer Aushub führt zu zusätzlichem Aufwand (Auffüllung, Verdichtung).
  • Schutz des Planums vor Witterung (Regen!) und Befahrung – aufgeweichter Boden verliert sofort an Tragfähigkeit.
  • Sichere Baugrubenränder (Absturzsicherung, standsichere Böschungen bzw. Verbau).
  • Koordination mit Folgegewerken, insbesondere für Einbauteile und Leitungen.

Mit den ersten Erdarbeiten hat der Neubau eines Einfamilienhauses begonnen (01.03.2026). Das Grundstück zeigt derzeit noch das typische Bild einer Baustelle in der Anfangsphase: Der Oberboden wurde bereits abgetragen und das Gelände großflächig ausgehoben und eingeebnet. Ein Bagger arbeitet daran, das Baugrundstück weiter vorzubereiten und die notwendigen Geländeanpassungen vorzunehmen. Entlang der Grundstücksgrenze sind bereits Stahlträger in den Boden eingebracht worden, die später Bestandteil einer Trägerbohlwand zur Sicherung der Baugrube werden. Aktuelle Infos dazu bekommst Du in diesem Baupunkt. Diese Bauweise kommt häufig zum Einsatz, wenn Baugruben in unmittelbarer Nähe zu Nachbargrundstücken hergestellt werden müssen. Die Stahlprofile bilden dabei das tragende Gerüst der späteren Baugrubenwand. In den kommenden Arbeitsschritten wird der Boden schrittweise ausgekoffert. Während des fortschreitenden Aushubs werden horizontale Bohlen zwischen die Stahlträger eingesetzt, sodass nach und nach eine stabile Wand entsteht, die das seitliche Nachrutschen des Erdreichs verhindert. Auf diese Weise kann die Baugrube kontrolliert und sicher vertieft werden.

Baustart für die Baugrube

Die Baustelle befindet sich damit noch ganz am Anfang des Bauprozesses. In den nächsten Bauabschnitten werden zunächst die Baugrube vollständig hergestellt und anschließend die Gründung des Gebäudes vorbereitet. Nachdem die Stahlträger im Erdreich eingabracht wurden, wurde ein weiteres Spezialtiefbauunternehmen tätig. Auf dem Foto ist die Baustelleneinrichtung der Spezialtiefbaufirma Karl Lenders zu erkennen. In der Mitte des Bildes liegen in oanger Farbe die Bohlen, die für den Bau der Trägerbohlwand zwischen die senkrechten Stahlträger geklemmt werden.

grundstück mit der baustelleneinrichtung für die trägerbohlwand

Weitere Baupunkte dokumentieren die folgenden Schritte – vom Fundament bis zum fertigen Wohnhaus. Die Entwicklung der Baustelle wird hier chronologisch dokumentiert. Alle Baumaßnahmen und die beteiligten Unternehmen werden gezeigt:

  • Baugrube ausheben
  • Baugrubensicherung / Trägerbohlwand
  • Fundament für Einfamilienhaus
  • Bodenplatte betonieren
  • Keller abdichten
  • Dachstuhl bauen
  • Dacheindeckung
  • Fenster einbauen
  • Fassade dämmen
  • Innenausbau / Estrich

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    Nutzung: Wohnen

    Bauherr: Mittelstand

    Autor der Projektseite: Redaktion Baumensch

    Leistungen des Autors: Dokumentation

    Interessant für: Architekten und Planer, Bauherren, Vermesser

    Projekt ID: BP-57a0ac

    Referenz für Team: Baumensch

    Beteiligte Baumenschen

    Redaktion Baumensch

    Service für Mitglieder

    49173 3285912

    Beteiligte Teams

    BWU Generalbau

    02051 311255

    Baupunkte zum Projekt     Was ist ein Baupunkt?

    Trägerbohlwand

    Auf dem Grundstück in Ratingen wurde kürzlich von einem Spezialtiefbau Unternehmen [...]


    Autor: Redaktion Baumensch

    Leistung: Bauleistung Rohbau & Aussen