Gewächshäuser aus dem Baumerkt sind langweilig – individuelle handgemachte Gartenhäuser haben ihren besonderen Charme. Ganz im Sinne der Wabi-Sabi-Philosophie hat es ein Schrebergärtner vorgemacht. Das Beispielprojekt zeigt nicht das perfekte Gartenhaus. Es handelt sich um ein Gewächshaus, dass nur einem Zweck dient: Gemüse gedeihen zu lassen. Kenner der Vergänglichkeit erkennen, wie schön ein Gewächshaus sein kann, gezimmert aus alten Bauelementen. Durch Wiederverwertung ist etwas Neues entstanden. Es stört die Pflanzen nicht, wenn die Fassade aus alten Bauelementen besteht. Ausgediente Fenster werden zur Fassade und eine Folie zur Seitenwand, die vor Zugluft und Schlagregen schützt – einfacher geht es kaum. Die alten Bauelemente wären sicher auf dem Müll gelandet. Hier bekommen sie ein zweites Leben – jedes Teil erfüllt einen Zweck. Im übrigen ist dieses Gebäude ein Muster für CO2-neutrales Bauen. Ich glaube nicht, dass sich der „Bauherr“ über die Bedeutung bewusst war, als es das Gewächshaus errichtete. Das kleine Gewächshaus ist ein Beleg dafür, dass gute Architektur in erster Linie nur nützlich sein muss.
Nutzung: Kultur, Wohnen
Bauherr: Privat
Autor der Projektseite: Carsten Stemmer
Leistungen des Autors: Dokumentation
Interessant für: Architekten und Planer, Bauherren, Fotografen
Projekt ID: BP-62316b
Beteiligte Baumenschen
Carsten Stemmer
Architekt Lean-Moderator Coach Mediator Immobilien-Sachverständiger Bauplaner Designer
Ratingen
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