Gelegentlich muss man auch im Baubüro mal aufräumen. Am Wochenende macht das sogar Spass. Ausmisten und neu sortieren macht irgendwie frei. Ich trenne mich inzwischen konsequent von Unterlagen und Werkzeugen, die ich lange nicht mehr gebraucht habe. Was länger als 12 Monate unangetastet im Schrank lag, braucht man – höchstwahrscheinlich – in den nächsten 12 Jahren auc nicht mehr. Ausgedruckte Zeichnungen liegen sowieso als Daten auf dem Server und die Skizzen der ersten Entwurfsphase braucht später auch kein Mensch. Also weg damit! Gleiches gilt für Info-Material, Arbeitsmodelle und natürlich auch für hunderte alter Rapidographen und…
OK, einige Bauzeichner-Werkzeuge im Architekturbüro kommen doch nicht in den Müll: Schablonen und Linieale. Frag mich mal warum… Klar arbeite auch ich gelegentlich noch analog. Da braucht man gelegentlich auch eine Schablone! Die Vermutung liegt nahe, dass mich doch eher emotionale Gründe davon abhalten meine alten Zeichenwerkzeuge zu vernichten. Früher habe ich die gehegt uns gepflegt und ganz billig waren die Sachen auch nicht.
Wie auch immer, jedenfalls sind mir TK-Stifte, Linieale und Rapis kürzlich wieder in die Hände gefallen. Ich habe sie zur Seite gelegt, um einen neuen „Liegeplatz“ zu finden, als sich meine Tochter ihrer annahm. Sie begann damit zu bauen und schließlich stapelte sie einige davon geschickt aufeinander. Beim Zuschauen ist dann die Idee der Bürotürme entstanden. Ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber auch aus Büro- und Zeichenwerkzeug kann man prima Türme bauen. Hier ist das Ergebnis. Dieser hier konnte eine volle Tasse Kaffee tragen.
Schaffst du einen besseren Turm?


