Die Baubranche boomt seit fünfzehn Jahren. Wie lange geht das gut?

Logo des BauhauptverbandesDie Baubranche ist eine der erfolgreichsten Wirtschaftszweige. Noch vor einigen Jahren hätten selbst Kenner der Szene damit nicht gerechnet. Grund sind Niedrigzinsen und der Immobilienboom, der das Geschäft im Bauhauptgewerbe auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten getrieben hat. Nahezu siebzig Milliarden Euro Neuaufträge wurden in Deutschlands Bauunternehmen 2016 generiert. Das war der höchste Wert seit 1996, als das Volumen bei zweiundsiebzig Milliarden Euro lag.

Im Baujahr 2019 wurden die Prognose für das nominale Wachstum der baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe von 6,0 % auf 8,5 % angehoben. Auch die Beschäftigung legte weiter um 20.000 Erwerbstätige auf 857.000 zu. Die positiven Erwartungen stützen sich auf verschiedene Indikatoren. So ist der Geschäftsklimaindex im Bauhauptgewerbe im Mai deutlich höher als im Vorjahr und nähert sich den Rekordwerten aus 2018. Der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten hat im 1. Quartal nominal um 14 % zugelegt, der Auftragseingang sogar um fast 18 %. Gleichzeitig weise das Bauhauptgewerbe Ende März mit 53 Mrd. Euro den höchsten je gemessenen Auftragsbestand auf. Der Bau stützt auch 2019 die Gesamtkonjunktur. Alle Bausparten und Regionen profitieren von der guten konjunkturellen Entwicklung. Die Wachstumsraten liegen zwischen 6,5 % im Wirtschaftsbau und 10 % im Wohnungsbau. Im Jahr 2018 wurde ein reales Produktionsplus von mehr als 5 % erreicht. Für 2019 erwartet die Deutsche Bauindustrie erneut ein Wachstum von 3 %.

Ausnahmesituation: Der Auftragseingang im Baugewerbe ist seit 2010 um 50 Prozent angestiegen

Baubranche boomt durch den Wohnungsbau

Der Wohnungsbau beflügelt die positive Entwicklung. Die niedrigen Zinsen machen Finanzierungen billig, drücken aber gleichzeitig die Rendite der Kapitalmärkte. Anleger investieren derzeit lieber in Immobilien. Hinzu haben wir eine sehr günstige Lage am Arbeitsmarkt. Die Prognosen für das nächste Jahr bleiben weiterhin günstig. Dank voller Auftragsbücher wird der Umsatz um fünf Prozent steigen und damit den höchsten Stand seit 20 Jahren erreichen. Wenn nichts dazwischen kommt, soll diese Entwicklung noch mindestens zwei Jahre anhalten. Der hohe Bedarf an Wohnraum in Ballungszentren fördert die anhaltende Nachfrage. Auch der öffentliche Bau wird sich weiter positiv entwickeln. Die Mitgliedsunternehmen im Bauhauptverband werden also auch in den kommenden Jahren einiges zu tun haben: Viele Infrastrukturprojekte mit erheblichem Volumen, besonders der Ausbau von Autobahnen sowie die Sanierung alter Brücken, werden nun umgesetzt.

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