Schalter und Steckdosen richtig planen

Lichtschalter gehören zur Grundausstattung eines Hauses. Sie müssen dort sein, wo man sie braucht. Ungünstig platzierte Schalter führen dazu, dass Lichter oder Geräte länger als nötig eingeschaltet sind. Das treibt die Stromkosten unnötig hoch. Die Höhe von Steckdosen und Schalter scheinen zunächst nebensächlich zu sein, beeinflussen jedoch maßgeblich den Wohnkomfort. Wir zeigen, wo Lichtschalter optimal sind und welche Schaltertypen den Alltag erleichtern. In Räumen werden oft zu wenige Steckdosen eingeplant, dabei kann man oft nie genug Steckdosen haben, denn niemand mag Kabelsalat oder ständiges Umstecken. Um später Ärger zu vermeiden, ist eine gut durchdachte Planung das A und O. Überlege in Ruhe, welche Funktionen der Raum haben soll und wie Du ihn nutzen möchtest. Elektronische Geräte sind allgegenwärtig und brauchen ausreichend viele Anschlussmöglichkeiten. Wir helfen dabei gerne.

In einem Einfamilienhaus mit 120 m² sind 30 bis 40 Steckdosen normal – mehr ist besser. Die DIN 18015-1 empfiehlt auch höhere Werte. Dort werden 8 bis 12 Steckdosen in der Küche empfohlen und 10 bis 15 im Wohnbereich. Ein Fernseher braucht zwar nur eine Steckdose, doch wenn zusätzliche Geräte wie DVD-Player, Spielkonsole, Sat-Receiver oder Streaming-Box genutzt werden, reicht eine Steckdose nicht. Vielleicht gibt es noch eine Lampe oder ein Telefon in der Nähe, das ebenfalls Strom benötigt. Wenn Du nicht sicher bist, plane lieber großzügig. Ein paar Extra-Steckdosen für zukünftige Bedürfnisse schaden nie. Die Zahl der Elektrogeräte in deutschen Haushalten ist stetig gestiegen. Smartphones, Notebooks und elektrische Zahnbürsten erleichtern den Alltag, benötigen aber Steckdosen zum Aufladen. Wer hätte vor 30 Jahren an W-Lan-Router gedacht?

Die Anordnung von Steckdosen und Lichtschaltern folgen Regeln und Normen. Der Abstand zwischen zwei Steckdosen oder Schaltern beträgt 71 bis 72 Millimeter, gemessen von Mitte zu Mitte. Schalter werden senkrecht untereinander angebracht, Steckdosen waagerecht nebeneinander. Normalerweise kann man max. 5 Steckdosen oder Schalter neben- und untereinander  montieren, da die meisten Hersteller genormte 5-fach Rahmen anbieten. Die Rahmen aller Hersteller sind genormt und halten exakt die Abstände zwischen den einzelnen Bauteilen und Schaltern ein.

Wo liegen Stromleitungen?

Steckdosen und Lichtschalter markieren den Verlauf von Stromleitungen. Die Kabel führen meist senkrecht nach oben oder unten und verlaufen dann waagerecht – entweder 30 Zentimeter unter der Decke oder 15 bis 30 Zentimeter über dem Boden. In der Wand gibt es festgelegte Zonen für diese Leitungen – das definiert die DIN 18015.  In deren Nähe solltest Du nicht bohren, um Schäden zu vermeiden. Bist Du unsicher muss ich eine Leitung befindet, prüfe die Wand vor dem Bohren auf  unbekannte Leitungen. Ortungsgeräte helfen dabei und spüren jede Stromleitungen auf.  Nach Neubauten oder Sanierungen sollten Architekten oder Elektroinstallateure ein Verzeichnis der Bestandsleitungen anlegen. Von der Baustelle sollte man die Elektroinstallation mit vielen Fotos festhalten.

Installationaarbeiten zeigt eingestemmte Leitungen in einer Wand mit vertikalen Schlitzen

Steckdosen in Räumen

Im Schlafzimmer sind 4 bis 6 Steckdosen üblich. Platziere jeweils zwei Steckdosen an jeder Seite des Bettes, eventuell eine weitere am Lichtschalter. Wenn Du später noch einen Schminktisch aufstellen möchtest, dann ist eine weitere Steckdose gut. Bei der Steckdosenplanung solltest Du das im Hinterkopf haben. Kinderzimmer haben 6 bis 8 Steckdosen. Hier solltest Du flexibel planen, denn irgendwann sind die Kinder aus dem Haus. Vielleicht wird aus dem Kinderzimmer später ein Gästezimmer? Im Bad sind 3 bis 5 Steckdosen üblich: Fön, elektrische Zahnbürste oder Rasierer brauchen Steckdosen idealerweise neben dem Spiegel. Ein oder zwei weitere Steckdosen auf Bodenhöhe sind hilfreich. Es ist jedoch darauf zu achten, dass keine Schalter und Steckdosen im Spritzwasserbereich installiert werden. Schalter und Steckdosen dürfen nicht zu nah an Wasserquellen montiert werden. Stromschläge drohen, wenn Wasser mit stromführenden Bauteilen und Geräten in Berührung kommt. Im Flur braucht man Steckdosen für den Staubsauger, das Telefon oder auch zum Aufladen von elektrischen Geräten wie Mobiltelefonen oder Sprachassistenten. Ein Büro bzw. Arbeitszimmer braucht 6 bis 8 Steckdosen für Computer, Drucker, Scanner und andere technische oder elektronische Geräte. Plane flexibel, da dieser Raum später auch andere Funktionen übernehmen kann. Auf der Terrasse oder auf dem Balkon sind je nach Größe 6 bis 8 Steckdosen sinnvoll. Aussenflächen sollten Steckdosen haben, denn auch dort kommen gelegentlich Geräte zum Einsatz: Kühlschrank, Radio, Elektrogrill oder sogar ein Fernseher für sommerliche Fußballabende. Es ist sinnvoll, die Außensteckdosen von innen ausschalten zu können – z.B. für die Weihnachtsbeleuchtung.

Weihnachtsbeleuchtung im Garten auf der verschneiten Wiese an Aussensteckdose betrieben

Wie viele Steckdosen braucht ein Raum?

Die Richtlinie RAL-RG 678 definiert den sogenannten Ausstattungswert, der den Steckdosenbedarf eines Raumes beschreibt. Stufe 1 hat einen Stern ★ und steht für die Mindestausstattung. Zwei Sterne ★★ (Stufe 2) markieren eine gute Standardausstattung, während drei Sterne ★★★ (Stufe 3) eine Komfortausstattung mit hohen Ansprüchen darstellen. Viele Bauherren wählen Stufe 2, da sie Komfort und Kosten in ein ausgewogenes Verhältnis bringt.

In der Küche sind bei Stufe zwei z.B. 10 allgemeine Steckdosen vorgesehen, ergänzt durch drei für Kleingeräte wie Radios und zwei für Kühlgeräte. Im WC empfiehlt die Richtlinie zwei Steckdosen, im Badezimmer vier. Ein Wohnzimmer bis 20 m² sollte 8 allgemeine Steckdosen, 6 für Radio und TV sowie zwei für Telekommunikation erhalten. Bei größeren Wohnzimmern steigt die empfohlene Anzahl entsprechend. Auch für Arbeitszimmer, Flur oder Hauswirtschaftsraum gibt die Richtlinie klare Empfehlungen.

Steckdosen selbst planen

Mit etwas Hilfe von Fachleuten können Bauherren die Planung für Steckdosen selbst übernehmen. Eine eigene Planung stellt sicher, dass die Steckdosen den persönlichen Vorstellungen entsprechen. Im ersten Schritt sollte man im Grundriss die möglichen Möbelpositionen grob festlegen. Wichtig sind die Standorte von Fernseher, Stereoanlage und Computertisch, da hier mehrere Steckdosen nötig sind. Anschließend werden die gewünschten Steckdosenpositionen in den Plan eingezeichnet. Sonderbedarfe, etwa ein Starkstromanschluss für eine Säge im Hobbyraum, sollten berücksichtigt werden. Oft sind Doppelsteckdosen oder Dreifachsteckdosen sinnvoll, da sie kaum teurer sind als Einzelsteckdosen, jedoch mehr Flexibilität bieten. Nachträgliche Ergänzungen sind aufwendig und teuer. Bauherren sollten die Angebote von Bauträgern prüfen, da zusätzliche Steckdosen meist extra berechnet werden.

Richtige Höhe für Schalter

Die Standardhöhe für Lichtschalter liegt bei 105 Zentimetern über dem fertigen Boden (OKFF), gemäß der Norm DIN 18015-3. Diese regelt die Leitungsführung und die Anordnung elektrischer Betriebsmittel wie Schalter und Steckdosen. Gemessen wird von der Mitte des Schalters, bei Mehrfachschaltern von der Mitte des obersten Schalters. In der Praxis hat sich eine Höhe von 105 cm bewährt. Das entspricht der Höhe einer Türklinke, ist ergonomisch und gut erreichbar. Denk beim Messen an den Bodenbelag und Estrich, wenn der noch nicht fertig verlegt ist und rechnen die Höhe mit ein. Die Position von Lichtschaltern hängt von Erreichbarkeit, Funktionalität und den sogenannten Installationszonen ab. Diese Zonen definieren, wo elektrische Leitungen und Anschlüsse in einem Raum verlaufen. Leitungen werden grundsätzlich senkrecht oder waagerecht verlegt. Die Vorgaben sorgen für Sicherheit, etwa um versehentliches Anbohren von Leitungen zu vermeiden, und erleichtern die Planung der Elektroinstallation. In der Küche gibt es drei Installationszonen:

  • Untere Zone (15–45 cm über dem Boden): Hier werden Geräte wie Geschirrspüler und Kühlschrank angeschlossen.
  • Mittlere Zone (100–130 cm, ideal 115 cm): Diese Zone eignet sich für Steckdosen und Schalter über der Arbeitsplatte sowie für Anschlüsse von hoch eingebauten Geräten wie Mikrowellen.
  • Obere Zone (15–45 cm unter der Decke, etwa 215 cm über dem Boden): Sie dient Anschlüssen für Dunstabzugshauben oder Arbeitsplatzbeleuchtung.

Richtige Position für Lichtschalter

Das Foto unten zeigt, wie es nicht sein sollte. Der Doppelschalter (im Rahmen oben) ist für den Raum hinter der Tür. Der untere Schalter ist für das Flurlicht. Die Tür öffnet nach innen. Da man die Türklinke i.d.R. mit der rechen Hand betätigt, schaltet die linke Hand instinktiv vorher das Licht ein. Das geht hier nicht. Auch beim Verlassen des Raumes greift man instinktiv direkt „um die Ecke“ der geöffneten Tür und sucht den Lichtschalter auf der Schlossseite der Tür – wo man nicht fündig wird.

Ansicht einer Tür zu einen Raum mit den Lichtschaltern auf der falschen Seite.

Auch das nächste Bild zeigt ungünsige Positionen der Lichtschalter. Hier wurde ein Doppelschalter vom Gäste-WC in den Raum gelegt. Problematisch ist das aus folgenden Gründen: In allen Räumen des Hauses sind die Schalter aussen vor den Räumen. Nur dieser Raum bildet die Ausnahme – intuitiv findet man dann die Schalter nicht. Bei Dunkelheit muss man sich beim Betreten des WCs den Schalter ertasten. Für ein Gäste-WC ist das besonders problematisch. Außerdem liegt der Schalter im Nassbereich. Hier die Gründe für die Positionierung aussen:

  • Licht einschalten, bevor man den dunklen Raum betritt
  • Mehr Sicherheit bei Feuchtigkeit (keine nassen Hände am Schalter)
  • Bei sehr kleinen Räumen ist innen kein Platz neben der Tür
  • Keine gängige Installationspraxis gem. VDE „Empfehlungen für Feuchträume“

Innenseite Gäste WC mit Lichtschalter über der Klorolle.

Schaltertypen

Es gibt verschiedene Schaltertypen. Der klassische Ein-/Ausschalter schaltet eine oder mehrere Leuchten. Der Wippschalter bleibt nach der Betätigung in der jeweiligen Stellung, während ein Tastschalter in die Ausgangsposition zurückspringt. Beide eignen sich für Wohn- und Schlafzimmer. Der Tastschalter ist ideal, wenn Du Wert auf eine einheitliche Ausrichtung der Wippen legst. Ein Tasterschalter hat ein Momentkontakt, der nach dem Drücken in seine Ausgangsposition zurückspringt und meist ein Relais oder eine Steuerung auslöst. In der Hausplanung kommt er häufig bei Klingelanlagen, Treppenhauslichtern oder Rollläden zum Einsatz. Anders als herkömmliche Schalter bewirkt er keinen dauerhaften Zustandswechsel, sondern sendet nur einen kurzen Impuls. Das ermöglicht zeitlich begrenzte Beleuchtungen oder die Steuerung automatisierter Systeme. Richtig eingebunden, steigert der Tasterschalter Komfort und Effizienz in modernen Wohnkonzepten.

Mit einem Wechselschalter lässt sich eine Lichtquelle von zwei Stellen aus bedienen. Besonders in Fluren, Treppenhäusern oder großen Räumen sorgt er für Komfort und Sicherheit. Bewohner können das Licht etwa am Eingang und am Ende eines Raums schalten, was unnötige Wege im Dunkeln vermeidet.

Der Kreuzschalter ergänzt den Wechselschalter und ermöglicht die Steuerung einer Lichtquelle von mehr als zwei Orten. Er kommt in großen Räumen oder mehrgeschossigen Bereichen zum Einsatz, wo mehrere Zugänge bestehen. So bleibt die Lichtsteuerung flexibel und praktisch, selbst in komplexen Raumstrukturen.

Ein Dimmschalter kann die Helligkeit stufenlos regeln. Er schafft je nach Stimmung die passende Atmosphäre und senkt zugleich den Energieverbrauch.

Ein Bewegungssensor-Schalter schaltet Licht oder andere Geräte automatisch ein, sobald er Bewegung in einem bestimmten Bereich erkennt. Besonders in Fluren, Kellern, Außenbereichen oder Bädern sorgt er für Sicherheit und spart Energie. Das Licht bleibt nur so lange an, wie es benötigt wird, und erlischt nach einer festgelegten Zeit. Diese automatische Steuerung erhöht den Wohnkomfort, verbessert die Energieeffizienz und verringert das Unfallrisiko in schlecht beleuchteten Bereichen.

Smarte Schalter reagieren auf Berührung oder Bewegung und lassen sich in Smart-Home-Systeme integrieren. Mit einem Sensorschalter können Sie beispielsweise die Küchenbeleuchtung per Handbewegung steuern. Alternativ regeln Sie Lichtintensität und Farbe per App oder Sprachbefehl – bequem vom Sofa aus. Smarte Schalter sorgen zudem für Sicherheit, indem sie Ihr Zuhause bewohnt wirken lassen, selbst wenn Sie nicht da sind. Die Installation übernimmt ein Fachmann schnell und unkompliziert.

Tipps für Schlafzimmer und Küche

Die richtige Positionierung und Auswahl der Schalter erhöht Komfort und Funktionalität. Im Schlafzimmer sollten Lichtschalter 25 cm über der Matratze angebracht sein, damit sie bequem vom Bett aus erreichbar sind. Wippschalter oder separate Tastschalter eignen sich besonders für Leseleuchten.

In der Küche empfiehlt sich eine Schalterhöhe von 115 Zentimetern. Helle und blendfreie Arbeitsflächenbeleuchtung sind hier essenziell. Wie bei der Küchenplanung noch wichtig ist, haben wir in einem anderen Betrag beschrieben. Mit Licht kann man gestalten: Dimmer und punktuelle Lichtquellen schaffen in offenen Küchen und Essbereichen eine angenehme Atmosphäre.

Barrierefreie Lichtschalter

Barrierefreie Schalter sollten in einer Schalterhöhe von 85 Zentimetern angebracht werden. Diese Höhe ermöglicht auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine einfache Bedienung. Ein deutlicher Farbkontrast zwischen Schalter und Wand sowie beleuchtete Schalter erleichtern die Orientierung. Bewegungsmelder bieten zusätzliche Unterstützung.

Tipps für Lichtschalter und Deckenauslässe

  • Lichtschalter sollen neben der Zimmertür sein, wo man sie intuitiv erwartet
  • Steckdosen platziert man unterhalb der Lichtschalter
  • In größeren Räumen sollten Steckdosen in mindestens zwei diagonal gegenüberliegenden Ecken sein
  • Im Abstellraum oder Gäste-WC genügt meist eine Steckdose unter dem Lichtschalter
  • Deckenleuchtenanschlüsse sind in der Regel mittig im Raum.
  • Räume über 20 Quadratmeter sollten zwei unabhängig schaltbare Deckenlampen haben
  • In großen Wohnbereichen ist eine Deckenlampe über dem Esstisch sinnvoll
  • Im Schlafzimmer sollte sich das Licht vom Bett aus schalten lassen
  • Im Arbeitszimmer ist ein zusätzlicher Schalter am Schreibtisch praktisch, um das Deckenlicht auszuschalten
  • Ein Schalter am Lesesessel erleichtert den Wechsel vom Deckenlicht zum Leselicht
  • Bewegungsmelder in Fluren und Treppenhäusern schalten das Licht automatisch ein
  • Für Kellerwerkstätten oder Saunen sollte eine Steckdose mit höherer Leistung eingeplant werden
  • In der Garage empfiehlt sich die Vorbereitung für eine Wallbox
  • Ein Smart-Home-System sollte direkt beim Neubau berücksichtigt werden, damit die Verkabelung unsichtbar bleibt

Grundriss Ausschnitt mit symbolischer Darstellung von Schalten und Stckdosen

Die IT Verkabelung im Wohnhaus

Beim Bauen oder Umbauen sollte man die IT Netzwerkverkabelung berücksichtigen. Doch welche Komponenten braucht man? Was ist zu beachten? Eine sorgfältige Planung der Verkabelung ist entscheidend, denn nachträgliche Änderungen sind mühsam und teuer. Fehler in der Planung können noch Jahre später Probleme bereiten. Zwar könnte man heute allein auf WLAN setzen, doch eine kabelgebundene Netzwerkverbindung bleibt  unverzichtbar. WLAN bietet zwar oft ausreichende Übertragungsraten, kämpft aber häufig mit Reichweitenproblemen und Verbindungsabbrüchen. Deshalb empfiehlt es sich heute immer noch, beim Bauen Cat-7-Netzwerkkabel zu verlegen.

Welche Netzwerkkabel und Dosen sind sinnvoll?

Für neue Installationen eignen sich Cat-7-Kabel. Sie erreichen Betriebsfrequenzen bis 1000 MHz und Datenraten von bis zu 10 GBit/s. Cat-7-S/FTP-Kabel sind doppelt abgeschirmt: Ein Geflecht aus Kupfer oder Aluminium schützt das gesamte Kabel, während jedes Adernpaar zusätzlich einzeln abgeschirmt ist. Mit 12,5 GBit/s lassen sich etwa 300 MP3-Songs pro Sekunde übertragen – ideal für große Datenmengen wie Filme oder Musikbibliotheken. Für Netzwerkdosen genügen Cat-6A-Dosen. Sie sind als Unterputz- oder Aufputz-Variante erhältlich. Unterputzdosen fügen sich unauffällig ins Gesamtbild ein, während Aufputzdosen sich für nachträgliche Installationen eignen.

Wie viele Netzwerkdosen braucht man?

Die Anzahl der Dosen hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. In jedem Zimmer sollte mindestens eine Doppel-Netzwerkdose vorhanden sein, im Wohnzimmer besser zwei oder drei. Da immer mehr Geräte – vom Kühlschrank bis zum Fernseher – vernetzt werden, lohnt es sich, zusätzliche Dosen als Reserve einzuplanen. So vermeidet man späteres Nachrüsten mit Switches oder das Verlegen neuer Kabel in fertigen Räumen.

Zentraler Ort für Serverschrank und Patchpanel

Alle Netzwerkkabel müssen an einem zentralen Punkt zusammenlaufen, etwa im Hauswirtschaftsraum. Dort wird der Router installiert. Dort kommen meist Telefon- und Internetleitungen an. Diese werden im Netzwerkschrank integriert. Für ein Einfamilienhaus genügt ein kleiner Serverschrank, etwa ein 10-Zoll-Modell mit passendem Patchpanel. Alle Netzwerkkabel enden am Patchpanel. Von aussen kommen die Daten heute i.d.R. über Glasfaser. Die Glasfaseranschlüsse werden vom lokalen Versorger gerne den Hausanschlussraum verlegt. Sollte es noch keinen Versorger geben, empfehlen wir Leerrohre vom zuküntigen Versorgerpunkt bis zum Serverschrank zu verlegen. Durch solche Leerrohre lässt sich später das Glasfaserkabel nachträgöich einziehen. Das Glasfaserkabel wird an den Router angeschlossen. Dieser wird im Serverschrank installiert. Vom Router werden die Daten dann über CAT7 Kabel im Haus verteilt. Vom Router im Serverschrank werden CAT7 (Kupferkabel) zu den LAN-Steckdosen in den Räumen verlegt. Nach erfolgreicher Prüfung der CAT7 Kabel (sollte vor dem Verputzen der Wände / der Kabel durchgeführt werden) wird im Serverschrank das Patchpanel eingebaut. Dann wird der Switch (IT Komponente, in die alle Netzwerkkabel aus den Räumen über das Patchpanel eingesteckt werden) im Serverschrank installiert.

Fragen zur Planung von Schalter und Steckdosen

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