Umbau Innen so lange hält dein haus

Wie lange hält ein Haus – Lebensdauer von Baustoffen

Eine Immobilie ist in Betrieb gegangen und funktioniert über viele Jahre ohne Probleme. Aber ganz sicher kommt der Tag, an dem erste Probleme auftauchen: Fenster schließen nicht mehr dicht oder der Wasserhahn tropft. Das sind normale Abnutzungserscheinungen. Spannender wird es, wenn plötzlich die Heizung streikt oder das Dach undicht ist! Solche Schäden müssen sofort repariert werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Hier erfährst du, mit welchen Instandhaltungskosten du rechnen kannst und wie alt die Bauteile deines Hauses werden können. Wie lange hält ein Haus?

Die beste Alternative zum Bauschild

Überraschungen gibt es immer, aber durch regelmäßige Wartung lassen sie sich weitestgehend vermeiden. Wird bei der Wartung einer Immobilie gespart, verliert diese durch den Instandhaltungsstau (Backlog) automatisch an Wert – so sehen es jedenfalls die Profis. Immobiliengutachter reduzieren den Immobilienwert um die Kosten der Erhaltungsmaßnahmen, die das Gebäude wieder neuwertig machen würden. Neuwertig bedeutet: schadenfrei für den nächsten Nutzungszyklus/Lebenszyklus. Der Wertabschlag kann erheblich sein, wenn sich Schäden durch verschleppte Reparaturen bereits ausgebreitet haben. Beispiel: Dach undicht > Wassereintritt > Dämmung nass > Mauerwerk nass > Schimmel > Mietkürzungen usw.. Daher gilt: IR-Maßnahmen (Instandhaltung und Reparatur) verlängern die Gebäude-Lebensdauer! Wie lange hält ein Haus im Durchschnitt? Wie lange hält ein Dach?  Du ahnst es schon, solche Fragen lassen sich nicht pauschal einfach beantworten, denn jedes Objekt hat Besonderheiten. Dieser Beitrag handelt von einem Neubau in „Massivbauweise“, d.h. Außenwände und Decken sind aus Beton/Stein.

Wie lange hält ein Haus – Rücklagen für Instandhaltung

Faustregel: Für Instandhaltung und Reparatur solltest du pro Jahr 20 €/m² zurücklegen. Für ein normales Wohngebäude mit 120m² sind das 2.500 €. So sparen sich in 30 Jahren 75.000 € an, die für Reparaturen benötigt werden. Warum 30 Jahre? Erfahrungsgemäß fallen alle 30 Jahre Umbaumaßnahmen oder Instandsetzungen an. Die Anforderungen der Nutzer ändern sich im Laufe der Zeit! Es klingt verrückt, aber genau deshalb bleiben Innenwände nur ca. 30 Jahre so stehen, wie sie einst geplant wurden. Der statistische 30-40 Jahre-Zyklus der technischen Infrastruktur (Kabel, Leitungen usw.) hängt sicher mit diesen Umbauten zusammen. Außenwände haben mit 80 Jahren einen längeren Lebenszyklus. Je nach Art und Nutzung des Gebäudes (Wohngebäude, Büro, Gewerbe usw.) variieren die Zeitspannen. Hat ein Wohngebäude eine Wärmedämmung mit einem WDVS aus Styropor, dann stehen möglicherweise schon nach 30-50 Jahren größere Sanierungen an. Im Zusammenhang mit der CO2-Problematik ist besonders die Styropor-Wärmedämmung in der Kritik. Hierzu gibt es diesen Artikel:

CO2 sparen durch Dämmung?

Historische Gebäude und Baudenkmäler belegen, dass Häuser theoretisch „unendlich“ lange halten können, wenn man sich gut um sie kümmert. Lagerhallen und Fabrikgebäude haben eine Nutzungsdauer von 60 Jahren, Geschäftshäuser werden mit 80 Jahren veranschlagt und im Wohnungsbau rechnet man heute mit 100 Jahren. Nicht massive Fertighäuser halten hingegen nur 60 Jahre. Alle genannten Zeiträume setzen voraus, dass die Immobilien ordentlich gewartet werden. In der gesamten Nutzungszeit einer Immobilie stehen immer mehrere Sanierungszyklen an, bei denen Dächer neu einzudecken sind oder Teile der Installation getauscht oder erneuert werden müssen. Es gibt auch Gebäudekonstruktionen, die (bewusst) aufgrund ihrer Bauweise nur 20 Jahre nutzbar sind – z.B. ein Carport aus Holz. Eine Sanierung wäre unverhältnismäßig teuer und daher werden solche Anlagen i.d.R. nach Ende der Nutzungsdauer wieder abgerissen. Besonders bei solchen Konstruktionen sollte auf den ausschließlichen Einsatz nachhaltiger Baustoffe geachtet werden – Glas oder Kunststoff zu verbauen wäre daher unvernünftig.

Die einzelnen Baustoffe halten ewig, wenn…

Die Baustoffe selbst halten eigentlich ewig, wenn sie vor Witterung geschützt sind oder/und regelmäßig gewartet und gepflegt werden. Beispiel: Kalksandsteine einer Außenwand sind praktisch unverwüstlich. Die Fugen zwischen den Steinen können allerdings durch Frost zerstört werden. Sie müssen daher immer abtrocknen können. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Mauerwerk instabil wird. Dächer haben daher einen Dachüberstand, damit die Außenwand trocken bleibt. Sind Außenmauern der Bewitterung (Regen, Wind) ausgesetzt, müssen sie daher nach Jahren oder wenigen Jahrzehnten eventuell neu verfugt werden. An anderen Stellen sind Anstriche zu erneuern oder Stahlbauteile zu entrosten. Die Oberflächen von Innenräumen, also Teppiche, Tapeten und Fußböden, werden durchschnittlich schon nach 15 Jahren ersetzt! Grund dafür ist nicht die Alterung der Bauteile oder des Mobiliars, sondern Mode und damit verbunden: Änderungen der persönliche Vorlieben. Ob wir uns diesen Einrichtungskonsum in Zukunft noch erlauben wollen und erlauben können? Gibt es eine Renaissance von wertiger und nachhaltiger Einrichtung, bei der Möbelstücke über Generationen weitergegeben werden können. Derzeit gilt aber noch: Die technische Lebensdauer von Bauteilen ist höher, als der tatsächliche Nutzungszeitraum.

Detail-Liste Bauteile Lebensdauer

Wie lange hält ein Haus Grafik Diagramm

Vorsicht beim Hauskauf

Der Sanierungsbedarf einer gebrauchten Immobilie wird oft unterschätzt. Je nach Alter und der durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen kann die Sanierung mit bis zur Hälfte des Kaufpreises zu Buche schlagen. Nur ein erfahrener Bau-Experte kann eine sichere Aussage zum Sanierungsaufwand und den Kosten machen. Wenn du dazu Fragen hast, bitte sprich uns gerne an.

 

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